Themenwoche Gesundheit: Digitale Gesundheitsangebote einfach und sicher nutzen

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Illustration eines Arztes und einer Patientin, die gemeinsam ein großes Schutzschild mit medizinischem Kreuz und Herzsymbol halten – Symbol für Gesundheitsschutz und digitale Gesundheitsversorgung.
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Canva

Der Digitale Engel startet mit einem neuen Format ins Jahr: den Themenwochen. Zwei- bis dreimal jährlich nehmen wir ein digitales Alltagsthema genauer unter die Lupe. Den Auftakt macht vom 9. bis 13. März 2026 die Gesundheitswoche rund um digitale Gesundheitsanwendungen.

Digitale Angebote im Gesundheitsbereich werden immer vielfältiger. Online-Arzttermine, Videosprechstunden, Gesundheits-Apps oder die elektronische Patientenakte (ePA) gehören zunehmend zum Alltag. Doch wie funktionieren diese Anwendungen eigentlich? Und wie lassen sie sich sicher und selbstbestimmt nutzen?

In unserer Gesundheitswoche zeigen wir praxisnah, wie digitale Gesundheitsangebote eingesetzt werden können. Wir beantworten Ihre Fragen und geben Raum für Austausch.

Unsere Termine: Online und vor Ort in Michendorf 

Im Rahmen der Gesundheitswoche bieten wir sowohl Präsenztermine als auch digitale Veranstaltungen an. Alle Angebote sind kostenfrei und richten sich an Interessierte, die digitale Gesundheitsanwendungen besser verstehen und sicher nutzen möchten.

📍 Vor-Ort-Termine in Michendorf

Im Rahmen der 11. Michendorfer Gesundheitswochen (Landkreis Potsdam-Mittelmark) sind wir zu Gast im Rathaus Michendorf.

Montag, 09.03.2026 | 14:00–16:00 Uhr
Digitale Gesundheitsangebote verständlich erklärt

Mittwoch, 11.03.2026 | 14:00–16:00 Uhr
Die elektronische Patientenakte (ePA)

Die Teilnahme ist kostenfrei. Wir freuen uns auf den persönlichen Austausch vor Ort.

💻 Online-Veranstaltungen

Die Teilnahme an unseren Online-Terminen ist ohne vorherige Anmeldung möglich.

Dienstag, 10.03.2026 | 14:30–16:00 Uhr
Online-Arzttermine vereinbaren und Videosprechstunden nutzen

Mittwoch, 11.03.2026 | 10:00–11:30 Uhr
Gut schlafen mit digitalen Helfern
(in Kooperation mit mementor)

Weitere Veranstaltung im Themenkontext

Auch das Projekt Digital-Kompass bietet im Zeitraum der Gesundheitswoche eine passende Online-Veranstaltung an:

Dienstag, 10.03.2026 | 09:30 Uhr (ca. 45 Minuten)
Wie finde ich einen guten Haus- oder Facharzt? Arztsuche mit und ohne Internet

Digitale Gesundheitskompetenz stärken: Unsere Tipps

Ein Schwerpunkt der Themenwoche liegt darin, Orientierung im digitalen Gesundheitsbereich zu bieten. Dazu gehören verlässliche Informationsquellen, geprüfte Anwendungen und der sichere Umgang mit persönlichen Gesundheitsdaten.

Tipp 1: Seriöse Gesundheitsinformationen finden

Im Internet kursieren zahlreiche Gesundheitsinformationen, von denen nicht alle vertrauenswürdig sind. Achten Sie deshalb auf unabhängige Anbieter, transparente Quellenangaben und werbefreie Inhalte.

Die folgenden Anlaufstellen und Informationsangebote bieten geprüfte Informationen und verständliche Erklärungen zu verschiedenen Gesundheitsthemen:

  • Digital+Vital
    Das Angebot der BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen richtet sich speziell an ältere Menschen und bereitet Informationen rund um digitale Gesundheit zielgruppengerecht auf.
  • DigitalPakt Alter
    Der DigitalPakt Alter unterstützt ältere Menschen dabei, ihre digitalen Kompetenzen aufzubauen und bietet verschiedene Materialien an, wie z. B. die Handreichung „Digitale Gesundheitskompetenzen älterer Menschen stärken”.
  • Wissensdurstig
    Wissensdurstig.de ist ein Internetportal der BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e.V. und gehört zur Servicestelle „Bildung und Lernen im Alter“. Es widmet sich der Vielfalt der Bildungsthemen im Alter und bietet eine umfangreiche Materialsammlung, beispielsweise zum Thema Vorsorge und Früherkennung.
  • gesund.bund.de
    Das offizielle Gesundheitsportal der Bundesregierung veröffentlicht geprüfte und unabhängige Informationen für Patient:innen.
  • Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit
    Das ehemalige Bundeszentrum für gesundheitliche Aufklärung bietet fundierte Informationen und Präventionsangebote zu zahlreichen Gesundheitsthemen.
  • Gesundheitsinformation.de
    Das unabhängige Portal des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) stellt wissenschaftlich geprüfte und verständlich aufbereitete Gesundheitsinformationen für Patient:innen bereit.
  • Stiftung Gesundheitswissen
    Die Stiftung vermittelt verständliche Erklärungen rund um Krankheiten und medizinische Themen.
  • Was hab ich?
    Die Plattform bietet kostenlose und anonyme Übersetzungen medizinischer Befunde in leicht verständlicher Sprache durch ein ehrenamtliches Team von Mediziner:innen. 

Tipp 2: Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs) nutzen

Digitale Gesundheitsanwendungen – kurz DiGAs – sind geprüfte Apps, die Patient:innen bei der Behandlung von Krankheiten unterstützen oder zur Stabilisierung der Gesundheit beitragen können. Sie werden durch ein Bundesinstitut geprüft und zugelassen.

Gesetzlich Versicherte können DiGAs auf Rezept erhalten. Alternativ kann bei bestehender ärztlicher Diagnose auch direkt bei der Krankenkasse ein Antrag gestellt werden. Nach der Genehmigung erhalten Versicherte einen Freischaltcode zur Nutzung der Anwendung.

Eine Übersicht aller zugelassenen Anwendungen bietet das DiGA-Verzeichnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte. Dort sind derzeit über 60 Anwendungen gelistet, etwa für Bluthochdruck oder Schlafstörungen.

Tipp 3: Die PIN der elektronischen Gesundheitskarte anfordern

Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) dient nicht nur als Versicherungsnachweis, sondern ermöglicht auch den Zugang zu digitalen Anwendungen wie der elektronischen Patientenakte. Ihre sensiblen Gesundheitsdaten sind durch die persönliche Identifikationsnummer (PIN) geschützt. Nur in Kombination mit Karte und PIN ist ein Zugriff möglich.

Die PIN wird nicht automatisch vergeben, sondern muss bei der Krankenkasse beantragt werden – persönlich, online oder teilweise auch telefonisch. Dabei ist eine Identitätsprüfung erforderlich.

Unser Hinweis: Beantragen Sie Ihre PIN am besten frühzeitig. So vermeiden Sie Verzögerungen, wenn Sie digitale Anwendungen wie die ePA oder andere Gesundheitsangebote nutzen möchten.

Achten Sie auf folgende Punkte:

  • Geben Sie Ihre PIN niemals weiter.
  • Bewahren Sie sie getrennt von Ihrer Gesundheitskarte auf.
  • Speichern Sie sie nicht digital auf Ihrem Smartphone.

Ihre PIN schützt Ihre Gesundheitsdaten. Behandeln Sie sie daher genauso sorgfältig wie Ihren Haustürschlüssel.

Gemeinsam digitale Gesundheit gestalten

Ob vor Ort oder online: Wir laden Sie herzlich zur Teilnahme an unserer Gesundheitswoche ein.

Während der Themenwoche greifen wir einzelne Aspekte zusätzlich auf unseren Social-Media-Kanälen auf und vertiefen praktische Fragen rund um digitale Gesundheitsangebote. Schauen Sie gerne vorbei und bleiben Sie informiert.

Sie können die Informationen auch gerne in Ihren Netzwerken weitergeben.