Online-Veranstaltung anlässlich des Safer Internet Days I Künstliche Intelligenz
Deutschland
Anlässlich des diesjährigen Safer Internet Day mit dem Themenschwerpunkt "KI and me. In künstlicher Beziehung" veranstaltete der Digitale Engel heute eine Online-Veranstaltung zu den Grundlagen von Künstlicher Intelligenz. Unsere Mobilreferentin Petra führte als Referentin und unser Mobilreferentin Johannes als Moderator durch die Veranstaltung. Die Veranstaltung setzte keine Vorkenntnisse voraus, doch schnell zeigte sich: Viele Teilnehmende hatten bereits eigene Erfahrungen mit KI gesammelt. Das spiegelte sich besonders im lebendigen Chat wider, in dem zahlreiche Beispiele, Fragen und Ergänzungen eingebracht wurden – von der Nutzung von ChatGPT für Texte und Briefe über Rezepte, Bilderstellung mit Canva, Navigation, Banking bis hin zu KI-Funktionen in Suchmaschinen, Messengern oder Betriebssystemen.
Zu Beginn legte Petra gemeinsam mit der Gruppe die Grundlagen: Was ist Künstliche Intelligenz eigentlich? Wie „lernt“ KI, und warum ist es so wichtig, KI-Ergebnisse kritisch zu hinterfragen und sie nicht für "bare Münze" zu nehmen? Anhand von Beispielen wurde deutlich, dass KI keine eigene Wahrheit kennt, sondern Wahrscheinlichkeiten berechnet – und sich Fehler, Verzerrungen oder veraltete Informationen einschleichen können. Ein Teilnehmender brachte es passend auf den Punkt, als er auf ein historisches Beispiel verwies: Selbst bekannte KI-Ereignisse müssten immer überprüft werden.
Im weiteren Verlauf ging es darum, wo KI heute bereits überall eingesetzt wird – etwa in der Medizin, im Verkehr, in der Gefahrenabwehr, in Dienstleistungen, der Industrie oder im Bereich Nachhaltigkeit. Besonders greifbar wurde das Thema, als Petra zeigte, wie viel KI bereits ganz selbstverständlich im Smartphone steckt: in der Kamera zur Bildverbesserung und Motiverkennung, in Sprachassistenten, bei der Texterkennung, in Navigations-Apps, Spam-Filtern, personalisierten Suchergebnissen oder automatischen Übersetzungen. Viele Teilnehmende stellten fest, dass sie KI längst nutzen, ohne es bewusst so zu benennen.
Nach einer kurzen Pause wurde es praktisch. Petra erklärte, was generative KI ist und wie man mithilfe solcher Systeme selbst Inhalte erzeugen kann. Gemeinsam mit der Gruppe wurden Texte geschrieben, Bilder generiert und sogar Musik erstellt. Besonders viel Freude bereitete die demokratische Entscheidung über den Musikstil: Am Ende entstand ein Song im Stil der Beatles. Im Chat sprudelten die Ideen – von Geburtstagsreimen über Reisepläne, Kochrezepte aus vorhandenen Zutaten bis hin zu Karnevals-, Rap- oder Walzer-Songs. Auch kritische Fragen kamen nicht zu kurz, etwa zur Datenbasis von KI-Systemen, zu Manipulationsmöglichkeiten, Transparenz, europäischen Alternativen oder dem Wunsch nach klaren Kennzeichnungen von KI-Inhalten.
Die Atmosphäre war offen, neugierig und wertschätzend. Viele Teilnehmende unterstützten sich gegenseitig mit Hinweisen und Erfahrungen, lobten den Humor und die Verständlichkeit der Erklärungen und stellten fest, dass selbst „schlaue Köpfe“ noch Neues lernen konnten. Zum Ende hin überwog das positive Fazit: eine spannende, sehr informative Veranstaltung mit vielen Aha-Momenten und praktischen Impulsen für den Alltag.
Ein gelungener Beitrag zum Safer Internet Day – und ein schönes Beispiel dafür, wie kritisch-reflektierter Umgang mit Künstlicher Intelligenz aussehen kann.
Hier finden Sie die Präsentation der Veranstaltung zum Herunterladen: