Offene Beratung in Gersheim
Alte Schule
Talweg 1
66453 Gersheim-Walsheim
Deutschland
Nach dem belebten offenen Format am Vormittag in Kleinblittersdorf ging es für Petra weiter nach Gersheim. Eingeladen hatte der Senioren- und Behindertenbeirat der Gemeinde. Auch hier war der Digitale Engel bereits vor drei Jahren zu Gast – damals mit Johannes während seiner Tour durch das Saarland. Nun war es Zeit für einen erneuten Besuch.
Auch in Gersheim war ein offenes Format geplant, doch der Nachmittag entwickelte sich etwas anders als in Kleinblittersdorf: Statt nach und nach am Info-Mobil vorbeizuschauen, fanden sich die Interessierten pünktlich um 14 Uhr gemeinsam ein. Schnell entstand eine kleine Gesprächsrunde, in der Petra Fragen rund um Internet, Smartphone und digitale Angebote beantwortete.
Dabei zeigte sich rasch, dass viele Teilnehmende großes Interesse an den Online-Veranstaltungen des Digitalen Engels hatten. Die Themenpalette reicht von Gesundheit und Finanzen bis hin zu Sicherheit, Künstlicher Intelligenz und vielen weiteren digitalen Alltagsthemen. Ein Problem gab es allerdings: Fast niemand hatte bisher an einer Videokonferenz über Zoom teilgenommen.
Also wurde aus dem offenen Format kurzerhand eine kleine praktische Zoom-Schulung.
Zunächst erklärte Petra, dass die Teilnahme je nach Gerät etwas unterschiedlich funktioniert: Wer mit einem Laptop oder Computer teilnehmen möchte, kann Zoom in vielen Fällen direkt über den Internetbrowser nutzen und muss dafür nicht zwingend ein Programm installieren. Auf Smartphone oder Tablet wird dagegen in der Regel die Zoom-App benötigt.
Da alle Teilnehmenden ein Smartphone dabeihatten, wurde es direkt praktisch. Gemeinsam suchten und installierten sie die Zoom-App. Anschließend richtete Petra kurzerhand selbst ein Zoom-Meeting ein und lud die Gruppe dazu ein.
Nun konnten alle das Gelernte direkt ausprobieren. Wie tritt man einem Zoom-Meeting bei? Was bedeutet es, wenn die App beim ersten Start nach dem Zugriff auf Kamera und Mikrofon fragt? Warum benötigt Zoom diese Berechtigungen überhaupt? Und wie lassen sich Kamera und Mikrofon während einer Veranstaltung wieder ein- oder ausschalten?
Schritt für Schritt probierten die Teilnehmenden die verschiedenen Funktionen aus. Auch der Chat wurde gemeinsam getestet. Petra zeigte außerdem, wie sich der eigene Benutzername ändern lässt – schließlich muss nicht unbedingt der vollständige Name angezeigt werden.
Zum Abschluss übte die Gruppe natürlich auch, wie man ein Zoom-Meeting wieder ordnungsgemäß verlässt.
Das Erfolgserlebnis war groß: Alle hatten die einzelnen Schritte selbst ausprobiert und konnten am Ende tatsächlich an einer Videokonferenz teilnehmen. Aus „Ich habe noch nie Zoom benutzt“ war innerhalb kurzer Zeit ein „Das kann ich jetzt selbst“ geworden.
Als in der gemeinsamen Runde keine weiteren Fragen mehr offen waren, hielt Petra noch einen kleinen Gruppenmoment fest und machte einen Schnappschuss (siehe Foto oben). Danach widmete sie sich den individuellen Anliegen der Teilnehmenden.
Eine Dame hatte beispielsweise schon einen wichtigen Schritt Richtung Online-Banking gemacht. Zu Hause hatte ihr Sohn sie dabei unterstützt – doch als dieser wieder daheim war, waren die Zugangsdaten bereits abgelaufen. Petra konnte hier weiterhelfen, denn sie hatte die notwendigen Informationen zum Einrichten des Online-Bankings dabei.
Gemeinsam richteten die beiden die Banking-App und die zugehörige Authentifizierungs-App ein. Dabei ging es unter anderem auch um die PIN: Die von der Bank zugeschickte PIN dient zunächst der erstmaligen Anmeldung. Anschließend wird eine persönliche PIN festgelegt, die künftig für den Zugang verwendet wird.
Für die Dame war das ein großer Schritt. Nun konnte sie ihre Finanzen auch selbst digital im Blick behalten – und das gute Gefühl, diese Einrichtung mit Unterstützung selbst geschafft zu haben, war deutlich spürbar. Entsprechend groß war ihre Dankbarkeit gegenüber Petra.
So ging auch dieser Nachmittag mit vielen kleinen digitalen Erfolgserlebnissen zu Ende. Besonders schön: Die Teilnehmenden hatten nicht nur Antworten auf ihre konkreten Fragen erhalten, sondern gleich eine neue Möglichkeit kennengelernt, wie sie künftig selbst an digitalen Angeboten teilnehmen können.
Nach der Veranstaltung hieß es für Petra schließlich: Info-Mobil zurück nach Rheinland-Pfalz bringen. Dort wird Johannes das Mobil übernehmen und die Tour fortsetzen. Damit endet für Petra eine weitere abwechslungsreiche Tour durch das Saarland.
Regionale Angebote
Projekt Medien|66 im Saarland
Das Projekt Medien|66 ist ein Medienkompetenzprojekt der Landesmedienanstalt Saarland, das sich hauptsächlich an die Generation 60+ richtet. An 21 Standorten im Saarland werden kostenlose Medienbildungskurse angeboten (sogenannte „Tablet-Treffs“). Das Projekt wird von dem saarländischen Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit gefördert. In Saarbrücken gibt es in der Evangelischen Familienbildungsstätte jeden Monat einen Tablet-Treff (Mainzer Str. 269, 66121 Saarbrücken). Eine telefonische Anmeldung unter Tel: 0681/ 61 348 ist erforderlich.
Evangelische Familienbildungsstätte Saarbrücken
Die Evangelische Familienbildungsstätte bietet viele weitere spannende Angebote kostenfrei bzw. gegen eine geringe Gebühr an. Das vollständige Programm und alle weiteren Informationen finden Sie auf der Internetseite der Familienbildungsstätte. Sie können das ausführliche Programmheft auch bei der Familienbildungsstätte anfordern: Telefon: 0681 61348 und E-Mail: fambild.sb@dwsaar.de. Die Kurse finden überwiegend in der Evangelischen Familienbildungsstätte (Mainzer Straße 269) in Saarbrücken statt.
Überregionale und Online-Angebote
- Digital-Kompass: Kostenfreies Angebot zur digitalen Teilhabe von Menschen mit Lern- und Leseschwierigkeiten
www.digital-kompass.de - Digitalführerschein (DiFü)
www.difue.de - DigitalPakt Alter
www.digitalpakt-alter.de - Digital mobil im Alter
www.digital-mobil-im-alter.de - Nie zu alt fürs Internet! – Broschüre zum Einstieg in das Internet
www.bmbfsfj.bund.de/bmbfsfj/service/publikationen/ - Digitale Senior:innen
www.digitaleseniorinnen.at