Informationsveranstaltung in Horneburg: Elektronische Patientenakte (ePA)

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Mehrgenerationenhaus Horneburg
Lange Str. 38
21640 Horneburg
Deutschland

Image
Das Mehrgenerationenhaus Horneburg von außen fotografiert. Es ist ein Backsteingebäude.

Für unsere Mobilreferentin Petra begann heute die letzte Niedersachsen-Woche dieser Tour mit einem besonderen Termin im Mehrgenerationenhaus Horneburg. Genau genommen sogar mit dem ersten von zwei Besuchen: Heute stand die elektronische Patientenakte (ePA) auf dem Programm, am Dienstagvormittag folgt noch eine Veranstaltung zum Thema Online-Banking.

Dass der Digitale Engel nun endlich in Horneburg Station machte, war längst überfällig. Bereits die Vorgängerin von Daniela Subei, der heutigen Leiterin des Mehrgenerationenhauses, hatte vor längerer Zeit angefragt. Doch wie das manchmal so ist: Termine, Touren und Planungen wollten nie so recht zusammenpassen. Umso schöner, dass es nun gleich mit zwei Veranstaltungen geklappt hat.

Bei ihrer Ankunft wurde Petra herzlich von Daniela Subei und Petra Baukloh, der Seniorenbeauftragten der Samtgemeinde Horneburg, empfangen. Die Chemie stimmte sofort. Noch bevor die ersten Gäste eintrafen, waren die drei bereits beim „Du“ angekommen und machten sich gemeinsam daran, den Veranstaltungsraum vorzubereiten.

Das war auch nötig, denn mit 26 Anmeldungen war die Nachfrage erfreulich groß. Schnell wurde umgeräumt, Tische mussten weichen und zusätzliche Stühle aufgestellt werden, damit alle Platz finden konnten. Kaum war alles vorbereitet, trafen auch schon die ersten Teilnehmenden ein. Am Ende waren fast alle angemeldeten Personen erschienen. Die Mehrheit der Gäste waren Frauen, und für die meisten von ihnen war das Thema ePA noch weitgehend Neuland. Lediglich vier Personen hatten bereits praktische Erfahrungen mit der elektronischen Patientenakte gesammelt.

Entsprechend begann Petra mit den Grundlagen: Was ist die ePA überhaupt? Welche Vorteile bietet sie? Welche medizinischen Informationen können dort gespeichert werden? Wer darf auf die Daten zugreifen? Und wie funktioniert die Nutzung in der Praxis?

Natürlich kamen auch die Themen Datenschutz und Datensicherheit nicht zu kurz. Petra erklärte, dass die Gesundheitsdaten innerhalb der besonders geschützten Telematikinfrastruktur (TI) gespeichert werden. Gleichzeitig behalten die Versicherten die Datenhoheit: Sie entscheiden selbst, wer auf ihre Informationen zugreifen darf und welche Dokumente in der Akte sichtbar sind. Viele Teilnehmende waren erleichtert zu erfahren, dass sie nicht die Kontrolle über ihre Daten abgeben, sondern diese aktiv verwalten können.

Wie so oft bei Veranstaltungen zur ePA gab es zahlreiche Fragen. Viele davon kannte Petra bereits aus anderen Veranstaltungen und konnte sie routiniert beantworten. Wie richte ich die ePA ein? Welche Voraussetzungen brauche ich? Wozu dient die Gesundheitskarte mit PIN? Was passiert, wenn ich kein Smartphone habe? Kann ich Dokumente selbst hinzufügen oder löschen? Geduldig und verständlich ging Petra auf jede Frage ein.

Besonders gefreut hat sie sich über das Lob einer Teilnehmerin. Die Seniorin berichtete, dass sie selbst viele Jahre als Lehrerin gearbeitet habe. Nach der Veranstaltung sagte sie zu Petra: „Ich war selbst mal Lehrerin und bin ganz verzaubert, wie toll Sie das heute gemacht haben. So lebhaft und verständlich, dass jeder mitgekommen ist! Einfach toll!“ Ein solches Kompliment von einer erfahrenen Pädagogin freut natürlich ganz besonders.

Doch nicht nur die Teilnehmenden lernten an diesem Nachmittag Neues – auch Petra nahm interessante Erkenntnisse mit. Die ehemalige Lehrerin ist privatversichert und und für privat Versicherte funktionieren einige Abläufe anders als für gesetzlich Versicherte. So gibt es beispielsweise keine elektronische Gesundheitskarte mit PIN, wie sie viele gesetzlich Versicherte für die Einrichtung der ePA nutzen können.

Stattdessen benötigen Privatversicherte ihre Krankenversichertennummer (KVNR). Diese dient als persönlicher Schlüssel für den Zugang zu den digitalen Anwendungen der Telematikinfrastruktur und damit auch zur elektronischen Patientenakte. Die Teilnehmerin hatte entsprechende Unterlagen dabei, sodass Petra gemeinsam mit ihr direkt die notwendige Nummer beantragen konnte.

Da dieser Vorgang nicht in wenigen Minuten erledigt ist, nahm sich Petra auch nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung noch viel Zeit für die individuelle Unterstützung. Schritt für Schritt begleiteten beide den Prozess gemeinsam. Die Teilnehmerin war am Ende sichtlich erleichtert und dankbar. „Ohne Sie wäre das nicht so schnell gegangen“, sagte sie zum Abschied.

Für Petra war dies ein schönes Beispiel dafür, warum der Digitale Engel nicht nur Informationen vermittelt, sondern auch ganz praktische Hilfe bietet. So endete ein gelungener Nachmittag in Horneburg mit vielen neuen Erkenntnissen, zufriedenen Teilnehmenden und der Vorfreude auf den zweiten Besuch am Dienstag, wenn es im Mehrgenerationenhaus um das Thema Online-Banking geht.

Regionale Angebote

Mehrgenerationenhaus Horneburg

Jeden Dienstag von 10 Uhr bis 12 Uhr geben Ehrenamtliche im MGH Horneburg Unterstützung bei Fragen rund um digitale Endgeräte und das Internet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen erhalten Sie telefonisch unter der 04163-868492. 

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