Informationsveranstaltung: ePA

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HeimatMuseum
Markt 11
14943 Luckenwalde
Deutschland

Heute war Petra gleich in zwei Landkreisen und zwei Kreisstädten unterwegs: Am Vormittag führte sie ihre Tour nach Luckenwalde im Landkreis Teltow-Fläming, am Nachmittag ging es weiter nach Bad Belzig im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Den Auftakt machte eine Informationsveranstaltung zur elektronischen Patientenakte (ePA) in Kooperation mit dem Diakonischen Werk Teltow-Fläming e. V. im Heimatmuseum. 

Ursprünglich hatten sich acht Personen für die Veranstaltung angemeldet. Doch am Ende war das Interesse deutlich größer: 13 Teilnehmende kamen nach Luckenwalde, um mehr über die elektronische Patientenakte zu erfahren. Einige von ihnen hatten bereits erste Erfahrungen gesammelt oder sogar versucht, ihre ePA einzurichten. Das Fazit lautete allerdings zunächst ernüchtert: „Funktioniert nicht.“ Warum es bei der Einrichtung manchmal eben doch nicht funktioniert, sollte sich im Laufe der Veranstaltung zeigen.

Zu Beginn klärte Petra zunächst die wichtigsten Grundlagen: Was ist die elektronische Patientenakte überhaupt? Was wird dort gespeichert und wer kann auf die Informationen zugreifen?

Die ePA ist eine persönliche digitale Akte für Gesundheitsdaten. Dort können beispielsweise Arztbriefe, Befunde, Laborergebnisse, Medikationsinformationen oder weitere wichtige Gesundheitsdokumente abgelegt werden. Ziel ist, dass relevante Informationen bei Bedarf digital gebündelt zur Verfügung stehen und nicht jedes Mal mühsam zusammengesucht oder von einer Praxis zur nächsten weitergegeben werden müssen.

Dabei bleibt die Datenhoheit bei den Versicherten. Sie sollen selbst bestimmen können, wie ihre Gesundheitsdaten genutzt werden und welche Zugriffe möglich sind. Gleichzeitig gelten für die ePA besondere Anforderungen an Datenschutz und Sicherheit. Und genau dieses Thema nahm bei Petras Veranstaltung einen wichtigen Platz ein.

Neben der technisch abgesicherten Telematikinfrastruktur (TI), über die die verschiedenen Akteure des Gesundheitswesens sicher miteinander kommunizieren können, spielt auch das eigene Gerät eine entscheidende Rolle. Denn die sicherste digitale Anwendung bringt wenig, wenn Smartphone oder Tablet nicht mehr mit aktuellen Sicherheitsupdates versorgt werden.

Und damit war Petra mitten in einem konkreten Fall aus der Gruppe. Ein Teilnehmer hatte bereits versucht, die ePA-App seiner Krankenkasse zu nutzen – allerdings ohne Erfolg. Gemeinsam wurde deutlich: Sein Smartphone erhielt inzwischen keine Updates mehr. Die ePA-App verweigerte deshalb ihren Dienst.

Das ist zwar im ersten Moment ärgerlich, hat aber einen wichtigen Grund: Eine Anwendung, die mit besonders sensiblen Gesundheitsdaten arbeitet, darf keine unnötigen Sicherheitsrisiken eingehen. Wenn ein Gerät nicht mehr auf dem aktuellen Sicherheitsstand ist, kann die Krankenkasse beziehungsweise die App die Nutzung deshalb einschränken oder verhindern. Für den Teilnehmer war damit zumindest das Rätsel gelöst, warum seine ePA-Einrichtung bisher nicht funktioniert hatte.

Wie bei Petras Veranstaltungen zur ePA üblich, hatten die Teilnehmenden zahlreiche Fragen mitgebracht. Es ging um die Einrichtung, den Zugang, Sicherheit und Datenschutz – und natürlich auch um ganz konkrete Situationen aus dem eigenen Alltag.

Die Fragen waren so vielfältig, dass Petra am Ende sogar etwas über die geplante Zeit hinausging. Das nahm sie allerdings gerne in Kauf. Schließlich sollte niemand mit einer offenen Frage nach Hause gehen. Und das kam gut an: Am Ende gab es viel Lob für die verständliche Vermittlung des durchaus komplexen Themas. Eine zentrale Rückmeldung der Gruppe war, dass Petra die ePA so anschaulich und nachvollziehbar erklärt habe, dass am Ende wirklich alle verstanden hatten, worum es geht.

Genau darum geht es dem Digitalen Engel: Digitale Anwendungen sollen nicht abschrecken, sondern verständlich werden – damit ältere Menschen sie selbstbestimmt und sicher nutzen können.

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Projekt „Kompetent bis ins Alter“

Das Diakonische Werk Teltow-Fläming e.V. führt seit Januar 2026 Bildungsveranstaltungen unter dem Motto „Kompetent bis ins Alter“ durch. Eines der vier Themenbereiche dreht sich um die digitale Welt. Willkommen sind alle ab 60 Jahren, die offen für Neues sind und sich einbringen möchten, sei es, um selbst dazuzulernen oder um ihre Kenntnisse und Lebenserfahrungen mit anderen zu teilen. Alle Veranstaltungen und Angebote sind kostenfrei und finden in einer offenen, wertschätzenden Atmosphäre statt. Der gegenseitige Austausch steht im Mittelpunkt, ebenso wie die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich aktiv einzubringen. Das Projekt wird im Rahmen des Programms „BELL – Bildung und Engagement ein Leben lang“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie durch die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert. Alle Informationen zu dem Projekt finden Sie auf der Internetseite des Diakonische Werks. Herr Martin Zeiler steht bei Fragen rund um das Projekt ebenfalls als Ansprechpartner zur Verfügung: Tel.: 0157 – 38 98 04 89 und E-Mail: zeiler.bell@dw-tf.de.

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