Informationsveranstaltung: Elektronische Patientenakte (ePA) und E-Rezept

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Lafim-Diakonie Fliedners gemeinnützige Kontakt- und Beratungsstelle „Am Burgpark“
Badstraße 14
14793 Ziesar
Deutschland

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In einem hellen Raum sitzen zwölf ältere Personen an einem langen Tisch und blicken nach vorne in die Kamera. Der Tisch ist geschmückt und mit Gebäck und Getränken ausgestattet. Am rechten Bildrand steht ein Rollator.

Nach einem besonderen Termin in Hannover ging es für Petra schon am nächsten Tag wieder zurück auf Tour nach Brandenburg. In Hannover hatte sie die Schüler:innen der Schülergenossenschaft „Handy- und Medientrainer eSG“ der Berufsbildenden Schulen Hannah Arendt Hannover vor Ort bei ihrer ersten Qualifizierung im Rahmen der Digital-Patenschaften begleitet. Für den nächsten Einsatz musste Petra glücklicherweise nicht weit fahren – schließlich wohnt sie selbst in Brandenburg. Ihre Tour durch den Landkreis Potsdam-Mittelmark führte sie dieses Mal nach Ziesar.

Ziel war das Familienzentrum Ziesar. Da sich das Familienzentrum im ersten Obergeschoss befindet, fand die Veranstaltung in den Räumlichkeiten der Lafim-Diakonie Fliedners gemeinnütziger Kontakt- und Beratungsstelle „Am Burgpark“ statt. Dort wurde Petra bereits von Mitarbeiterin Maona Peters erwartet. Sie hatte den Raum liebevoll vorbereitet und dekoriert, Getränke und Gebäck standen bereit. Eine gemütliche Atmosphäre also und damit beste Bedingungen, um sich in Ruhe mit digitalen Themen auseinanderzusetzen – auch und vielleicht gerade im Alter.

Auf dem Programm standen zwei Themen, die für viele ältere Menschen inzwischen zum digitalen Alltag gehören: E-Rezept und elektronische Patientenakte (ePA). Die 15 Teilnehmenden waren dabei ganz unterschiedlich interessiert. Für einen Teil war das E-Rezept besonders spannend, andere wollten vor allem mehr über die ePA erfahren. In den zwei Stunden blieb für beides ausreichend Zeit.

Beim E-Rezept startete Petra nicht mit einem klassischen Vortrag, sondern dort, wo die Fragen der Teilnehmenden lagen. Und davon gab es einige: Warum gibt es manchmal eigentlich noch ein Papierrezept? Was passiert, wenn das System ausfällt – wie beispielsweise bei einem großflächigen Ausfall in Brandenburg an der Havel? Warum muss die Gesundheitskarte einmal pro Quartal erneut in der Arztpraxis eingelesen werden? Kann man sich die Apotheke selbst aussuchen? Und was passiert, wenn das verschriebene Medikament dort gerade nicht vorrätig ist?

Sogar Günther Jauch spielte eine Rolle: „Wie macht der das eigentlich in dieser Werbung?“ Auch diese Frage konnte Petra aufgreifen und erklären, wie man das E-Rezept auch auf digitalem Wege einlöst.

Dabei räumte Petra auch mit einem weit verbreiteten Missverständnis auf: Das E-Rezept wird nicht auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeichert. Die Karte dient vielmehr als Schlüssel, mit dem das E-Rezept in der Apotheke abgerufen werden kann. Gespeichert wird das Rezept in der Telematikinfrastruktur (TI), dem sicheren digitalen Gesundheitsnetz, über das Arztpraxen, Apotheken und weitere berechtigte Akteur:innen miteinander verbunden sind. Damit war zugleich eine wichtige Brücke zur elektronischen Patientenakte geschlagen.

Denn auch bei der ePA spielt die Telematikinfrastruktur eine zentrale Rolle. Petra erklärte zunächst, was die ePA eigentlich ist und welchen Nutzen sie haben kann: In ihr können wichtige Gesundheitsinformationen wie Arztbriefe, Befunde oder weitere medizinische Dokumente digital gebündelt werden. Das kann insbesondere dann hilfreich sein, wenn mehrere Ärzt:innen beteiligt sind oder Informationen aus unterschiedlichen Behandlungen zusammenkommen.

Gleichzeitig ging es um die Frage, wer auf diese Informationen zugreifen kann und welche Rolle die Patient:innen selbst dabei spielen. Die ePA soll den Versicherten mehr Übersicht über ihre Gesundheitsdaten ermöglichen. Für die Nutzung sind je nach Krankenkasse und gewähltem Zugangsweg unterschiedliche Schritte zur Identifizierung und Authentifizierung erforderlich. Petra zeigte auf, welche Möglichkeiten es gibt und worauf bei der Einrichtung zu achten ist.

Am Ende der zwei Stunden waren nicht nur viele Fragen beantwortet, sondern auch einige Entscheidungen gefallen. Denn nicht alle Teilnehmenden möchten ihre ePA unbedingt selbst über eine App verwalten. Für manche ist das bereits zu viel und sie sind mit der grundsätzlichen Nutzung der ePA zufrieden, ohne selbst regelmäßig darauf zuzugreifen. Andere waren neugierig geworden und möchten ihre ePA nun tatsächlich einrichten.

Für diese Gruppe war die Veranstaltung besonders hilfreich: Sie wissen nun, welche Voraussetzungen sie benötigen, welche Schritte auf sie zukommen und wo sie Unterstützung bekommen können. Und vielleicht ist genau das eine der wichtigsten Erkenntnisse eines solchen Nachmittags: Digitale Angebote müssen nicht für alle gleich aussehen. Entscheidend ist, dass jede Person weiß, welche Möglichkeiten es gibt und welche davon zum eigenen Alltag passt.

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Informationen und Anmeldung: Smart Village e.V., Klein Glien 25, 14806 Bad Belzig, Internetseite www.smart-village.net und E-Mail: brueckenschlag@smart-village.net.

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Die KVHS Potsdam-Mittelmark bietet regelmäßig Veranstaltungen und Kurse rund um digitale Themen – auch am Standort in Bad Belzig (Puschkinstraße 13). Weitere Informationen und Anmeldung auf der Internetseite, telefonisch unter 033841 45430 oder per E-Mail an info@kvhs-pm.de

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