Informationsveranstaltung: Online-Banking

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Lange Str. 38
21640 Horneburg
Deutschland

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An einem Tisch sitzt acht Damen und blicken in die Kamera. Auf dem Tisch liegen Unterlagen und Tassen.

Nach der gut besuchten Veranstaltung zur elektronischen Patientenakte am Vortag stand für unsere Mobilreferentin Petra heute Vormittag der zweite Termin im Mehrgenerationenhaus Horneburg auf dem Programm. Diesmal ging es um ein Thema, das viele Menschen interessiert, aber auch verunsichert: Online-Banking.

Die Runde war etwas kleiner als am Vortag, dafür gab es eine Besonderheit: Ausschließlich Frauen hatten den Weg ins Mehrgenerationenhaus gefunden. Oder anders gesagt: Frauen nehmen ihre Finanzen selbst in die Hand!

Die Erfahrungen mit dem Thema waren sehr unterschiedlich. Nur eine Teilnehmerin nutzte Online-Banking bereits regelmäßig und selbstverständlich im Alltag. Eine weitere Dame hatte ihr Online-Banking zwar schon eingerichtet, fühlte sich bei der Nutzung aber noch unsicher. Und eine Teilnehmerin erzählte schmunzelnd, dass sie ihren ursprünglichen Plan, Online-Banking einzurichten, wieder verworfen hatte. Der Grund: Ihre Tochter hatte ihr von den vielen Nummern, Freigaben und dem ständigen „Wischen auf dem Smartphone“ erzählt. Das klang so kompliziert, dass sie lieber Abstand davon genommen hatte.

Genau solche Sorgen und Unsicherheiten waren der Anlass für die heutige Veranstaltung.

Petra begann deshalb ganz bewusst bei den Grundlagen. Zunächst erklärte sie, was Online-Banking überhaupt ist und welche Vorteile es bietet. Kontostände prüfen, Überweisungen tätigen, Daueraufträge verwalten oder Kontoauszüge abrufen – all das kann bequem von zu Hause aus erledigt werden, unabhängig von Öffnungszeiten einer Filiale.

Anschließend ging es um die Voraussetzungen. Was benötigt man überhaupt, um Online-Banking nutzen zu können? Neben einem Girokonto braucht es in der Regel einen Computer, ein Laptop, ein Tablet oder Smartphone sowie die Freischaltung durch die eigene Bank. Petra betonte dabei mehrfach, dass niemand die Einrichtung allein bewältigen muss. Die meisten Banken bieten persönliche Beratungstermine an, bei denen Mitarbeitende Schritt für Schritt bei der Einrichtung unterstützen. Diese Information nahm vielen Teilnehmerinnen bereits einen Teil ihrer Unsicherheit.

Besonders ausführlich widmete sich Petra anschließend dem TAN-Verfahren. Denn genau hinter den „Nummern und dem Wischen“ verbirgt sich der Sicherheitsmechanismus, der Online-Banking schützt.

Sie erklärte, dass TAN für „Transaktionsnummer“ steht. Mit einer TAN wird bestätigt, dass eine Überweisung oder andere Aktion tatsächlich von der Kontoinhaberin oder dem Kontoinhaber durchgeführt werden soll. Heute kommen dabei verschiedene Verfahren zum Einsatz:

  • Beim App-TAN-Verfahren wird eine spezielle Banking- oder TAN-App auf dem Smartphone genutzt. Wer beispielsweise eine Überweisung eingibt, erhält anschließend eine Anfrage auf dem Smartphone und bestätigt diese dort mit einem Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder einer PIN.
  • Beim chipTAN-Verfahren wird die Bankkarte in ein kleines Lesegerät (TAN-Generator) gesteckt. Dieses erzeugt nach dem Einlesen bestimmter Kontodaten eine TAN, die anschließend für die Freigabe verwendet wird. Dieses Verfahren wird häufig von Menschen bevorzugt, die kein Smartphone nutzen möchten.
  • Ein weiteres Verfahren ist die photoTAN. Dabei wird ein farbiges Mosaik oder ein spezieller Code auf dem Bildschirm mit einer App oder einem Lesegerät gescannt. Anschließend wird daraus die benötigte TAN erzeugt.

Schritt für Schritt erläuterte Petra die Unterschiede sowie die jeweiligen Vor- und Nachteile der Verfahren. Wichtig war ihr dabei vor allem die Botschaft: Die zusätzlichen Sicherheitsabfragen mögen zunächst ungewohnt erscheinen, dienen aber dem Schutz des eigenen Geldes.

Nach dem theoretischen Teil wurde es praktisch. Anhand einer Demo-Version des Online-Bankings der Sparkasse zeigte Petra, wie die Benutzeroberfläche aufgebaut ist. Gemeinsam schaute sich die Gruppe die Finanzübersicht an, lernte den Ablauf einer Überweisung kennen und warf einen Blick in das elektronische Postfach, über das Banken heute viele Dokumente digital bereitstellen.

Durch die anschauliche Demonstration wurden auch die letzten offenen Fragen geklärt. Viele Teilnehmerinnen stellten fest, dass Online-Banking deutlich weniger kompliziert wirkt, wenn man die einzelnen Schritte einmal in Ruhe erklärt bekommt.

Zum Abschluss waren sich die Damen einig: Endlich hatte ihnen jemand verständlich erklärt, wie Online-Banking funktioniert. Vor allem die anfänglichen Ängste waren deutlich kleiner geworden. Einige Teilnehmerinnen kündigten sogar an, nun einen Termin bei ihrer Bank vereinbaren zu wollen, um gemeinsam mit einer Beraterin oder einem Berater die Einrichtung in Angriff zu nehmen.

Für Petra war das das schönste Ergebnis des Vormittags: Wenn aus Unsicherheit Neugier wird und Menschen den Mut finden, neue digitale Möglichkeiten auszuprobieren, dann hat der Digitale Engel sein Ziel erreicht.

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Jeden Dienstag von 10 Uhr bis 12 Uhr geben Ehrenamtliche im MGH Horneburg Unterstützung bei Fragen rund um digitale Endgeräte und das Internet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen erhalten Sie telefonisch unter der 04163-868492. 

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