Informationsveranstaltung in Rotenburg/Wümme: Elektronische Patientenakte (ePA) und E-Rezept

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Selbsthilfegruppe für Hörgeschädigte Rotenburg/Wümme
Immentun 1
27356 Rotenburg/ Wümme
Deutschland

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In einem großen Raum mit Holzbalken sitzen an Tischen in U-Form rund 20 Personen und gucken nach vorne in die Kamera. Auf en Tischen liegen Unterlagen.

Nach der Veranstaltung in Lilienthal war für Petra noch lange nicht Feierabend. Ihr Weg führte sie weiter nach Rotenburg (Wümme), wo am Abend ein ganz besonderer Termin auf sie wartete. Abendveranstaltungen gehören normalerweise nicht zum Alltag des Digitalen Engels. Für die Selbsthilfegruppe für Hörgeschädigte Rotenburg/Wümme machte Petra jedoch gerne eine Ausnahme, denn die Gruppe trifft sich nur einmal im Monat – und zwar am Abend.

Schon bei ihrer Ankunft im Mehrgenerationenhaus Waffensen wurde deutlich, dass die Rahmenbedingungen hier etwas anders waren als bei vielen anderen Veranstaltungen. Die Teilnehmenden nutzen Hörimplantate, einige zusätzlich eine Höranlage. Damit alle Petra gut verstehen konnten, erhielt sie ein spezielles Mikrofon, das direkt am Hals befestigt wurde und ihre Stimme an die Höranlage übertrug. So waren beste Voraussetzungen geschaffen, damit alle der Veranstaltung folgen und sich aktiv beteiligen konnten.

Thematisch stand die elektronische Patientenakte (ePA) im Mittelpunkt – aktuell eines der am häufigsten nachgefragten Themen beim Digitalen Engel. Die meisten Anwesenden hatten bislang kaum oder gar keine Erfahrungen mit der ePA gesammelt. Einige hatten bereits erste Berührungspunkte, waren dabei aber auf Schwierigkeiten gestoßen. So berichtete beispielsweise ein Teilnehmer, dass eine Klinik in Bremen, die er besucht hatte, technisch noch gar nicht vollständig auf die Nutzung der ePA vorbereitet gewesen sei.

Petra begann deshalb ganz von vorne und erklärte zunächst, was die elektronische Patientenakte überhaupt ist. Die ePA ist ein digitaler Speicherort für wichtige Gesundheitsdaten. Dort können beispielsweise Arztbriefe, Befunde, Laborwerte, Medikationspläne oder Informationen zu Vorerkrankungen abgelegt werden. Ziel ist es, dass medizinische Informationen dort verfügbar sind, wo sie gebraucht werden – natürlich nur für diejenigen Personen und Einrichtungen, denen die Versicherten den Zugriff erlauben.

Großes Interesse gab es auch an den Themen Datenschutz und Sicherheit. Petra erläuterte, dass Gesundheitsdaten zu den sensibelsten persönlichen Informationen überhaupt gehören und deshalb besonders geschützt werden. Die Daten werden innerhalb der Telematikinfrastruktur (TI) gespeichert – einem speziell gesicherten Netzwerk des deutschen Gesundheitswesens. Zudem behalten Versicherte die Datenhoheit: Sie können selbst entscheiden, wer auf ihre Daten zugreifen darf und welche Dokumente sichtbar sind.

Anschließend ging Petra darauf ein, wie der Zugriff auf die ePA funktioniert. Dazu wird in der Regel die App der jeweiligen Krankenkasse benötigt. Für die Registrierung gibt es – je nach Krankenkasse – unterschiedliche Möglichkeiten, beispielsweise über eine Geschäftsstelle, ein PostIdent- oder VideoIdent-Verfahren, den Online-Ausweis oder die elektronische Gesundheitskarte mit PIN. Viele Teilnehmende waren überrascht zu erfahren, dass ihre Gesundheitskarte – ähnlich wie eine Bankkarte – über eine eigene PIN verfügen kann.

Natürlich blieb auch genügend Zeit für Fragen und Diskussionen. Gerade weil die meisten Teilnehmenden noch keine praktischen Erfahrungen mit der ePA gesammelt hatten, bestand großer Informationsbedarf. Petra nahm sich für jede Frage Zeit und erklärte die Zusammenhänge verständlich und Schritt für Schritt.

Am Ende des Abends war die Unsicherheit bei vielen deutlich geringer als zu Beginn. Die Teilnehmenden gingen mit einem besseren Verständnis für die elektronische Patientenakte nach Hause und konnten die Chancen und Herausforderungen des neuen Systems nun deutlich besser einordnen.

Für Petra war es ein gelungener Abschluss eines langen Tages.

Regionale Angebote

Volkshochschule Rotenburg (Wümme)

Die VHS Rotenburg (Wümme) bietet regelmäßig Kurse und Veranstaltungen zur Nutzung digitaler Geräte und Anwendungen an – auch für Einsteiger:innen. Die Auswahl ist riesig! Das aktuelle Angebot finden Sie auf der Internetseite der VHS. Bei weiteren Fragen zum Programm und zur Anmeldung steht Ihnen das Team der VHS zur Verfügung: Telefon:   04261-9145 12 und E-Mail vhs@rotenburg-wuemme.de.

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